
Saurier - Modell
Museum Werdringen

Eingang zu
Kaisbergstollen

versteinerter Baum
Webalbum
Wanderkarte
Wanderberichte |
er Geopfad Kaisberg wurde durch Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hagen, dem Regionalverband Ruhr, dem Geopark Ruhrgebiet eV. sowie der Firma Wikinger Reisen GmbH als Sponsor eingerichtet.
Auf rund 5,5 km Weglänge (von isgesamt 15km Wanderstrecke) bietet der Geopfad einen Rundgang durch die Landschaft um den Kaisberg, die - wegen ihre Lage am Rande der Steinkohlenlagerstätte Ruhrgebiet - sowohl in geologischer als auch in geschichtlicher Hinsicht (als Ausgangspunkt der Industriealisierung) von besonderer Bedeutung ist.
Zu entdecken gibt es unter anderem faszinierende Landschaftsblicke, Kulturdenkmäler, Pflanzenfossilien, typische Gesteine aus der Region, ihre Entstehung sowie Verwendung als natürlicher Rohstoff.
Auf den Infotafeln entlang des Rundweges wird den Besuchern die Vielfalt der Themen auf verständliche Art und Weise näher gebracht.
Der Geopfad Kaisberg ist als Teiletappe - mit einer Länge von 5,5km - in den Verlauf der GeoRoute Ruhr eingebunden.
Seit November 2006 wird tatkräftig an der Umsetzung der Wanderroute gearbeitet, die zwischen Schwerte im Osten und Mülheim im Westen entlang zahlreicher geologischer, bergbau- und kulturgeschichtlicher Sehenswürdigkeiten durch die Talauen und über die angrenzenden Ruhrhöhen führen wird.
Eine Wandergruppe SGV-Aplerbeck mit 12 Teilnehmern startete am 22.8 2010 am Wasserschloss Werdringen.
Dieser Adelssitz (Rittersitz) wurde bereits im 13. Jahrhundert erwähnt, im Laufe des 15. Jahrhunderts wurde er zu einer Wasserburg ausgebaut.
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Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Gebäudeteile im neogotischen Stil angebaut. Im Jahre 1977 gelangte die Anlage in Besitz der Stadt Hagen.
Seit 2004 ist Werdringen der Sitz des Museums für Ur- und Frühgeschichte.- Im Museum sind Flyer mit der Route des Geopfades erhältlich.
Die Wandergruppe umrundete den Kaisberg im Uhrzeigersinn, stieß zunächst auf den Geostop 9 und sah auf der gegenüberliegenden Talseite den Turm der Burg Wetter.
Die Burg Wetter, die lange in Besitz der Grafschaft Mark war, wurde vor über 750 Jahren auf dem Harkortberg errichtet.
Die Anlage diente zunächst als märkischer Vorposten gegen das kurkölnische Volmarstein zur Sicherung der Gebiete südlich der Ruhr. Im Jahre 1355 erlangte die Burg stadtähnliche Privilegien einer „Freiheit“. In den anschließenden Jahrhunderten unterlagt das einst prunkvolle Bauwerk dem Verfall.
Erst mit dem Beginn der Industrialisierung und damit dem aufkeimenden Strukturwandel im Ruhrgebiet bezogenn neue Herren die Burg Wetter.
Freiherr von und zum Stein zog im Jahr 1784 in die alten Gemäuer ein. Zunächst als Oberbergrat und später als Direktor war er bis 1793 für das Bergamt Wetter tätig. 1818 kauft der Industriepionier Friedrich Harkort die Burg Wetter. Er errichtete dort seine Maschinenfabrik „Harkort & Co“ ein. Die Fabrik stellte u.a. die ersten Deutschen Dampfmaschinen her.
Von der Burg Wetter in Richtung Norden, sahen wir nach etwa 600m den Harkortturm auf einer Höhe von 210mNN. Etwas verdeckt durch den Laubwald konnte wir die steilen Felswände kurz unterhalb des Turms und oberhalb der Bundesstraße 234 erahnen.
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Würde man den Harkortberg wie eine Torte einmal quer durchschneiden, so könnte man in Innern die einzelnen Gesteinsschichten sehen.
Die Schichten sind zu einer Falte gebogen. Sie ähneln der Form eines eines Koffers und wird als Kofferfalte bezeichnet.
Der Harkortturm befindet sich auf dem flachen Top der Kofferfalte. Das mehrere Hundert Meter lange Top biegt sich sowohl im Süden als auch im Norden in sehr steile Faltenflanken um.
Durch die angreifenden Kräfte wie Wasser, Wind und chemische Zersetzung ist die Falte im oberen Bereich etwas „ausradiert“. Trotzdem kann man den ursprünglichen Verlauf der ausradierten Gesteinsschichten durch „gedachte Linien“ nachvollziehen. Wir sehen einen Luftsattel. Wie man mit einem fehlenden Puzzleteil ergänzt, fügt sich somit das Gesamtbild des sogenannten Harkortsattels zusammen.
Unsere Wanderung führte uns weiter zu Geostopp 8:
wir blicken auf den Ruhrbogen zwischen den Städten Hagen, Herdecke und Wetter wurde Anfang der 1930er Jahre die Ruhr zu einem künstlich angelegten See – dem Harkortsee - aufgestaut. Neben dem Freizeitwert hat der See weitere wichtige Funktionen:
Er wurde ursprünglich als Kläranlage konzipiert und dient auch heute noch der Reinigung des Ruhrwassers. Vor allem im Zuge der Industriealisierung wurde die Ruhr stark mit Abwässern belastet. Grund dafür war der Strukturwandel von einem ursprünglich ländlich geprägten Ruhrtal zu einer montanindustriellen
Stadt-an-Stadt –Landschaft.
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