GESUNDHEIT UND WANDERN
Wandern in der Gruppe macht Spaß - mit uns gelingt es !
 
 
 
 

 

 

Wandern Sie los!

So einfach ist der Einstieg in diesen Gesundheitssport*)

Wenn Sie laufen können, können Sie auch wandern!Vergessen Sie alle Ausreden. Denn egal ob Sie schnell oder langsam unterwegs sind: Sie profitieren immer von der Bewegung. Es kommt noch nicht einmal darauf an, wo Sie wandern. Selbst in der Großstadt finden Sie ruhige Wege und Touren, die zum Wandern einladen. Ich zeige Ihnen, warum diese Bewegungsform Ihrem Körper so gut tut und worauf es bei der Planung einer Wanderung ankommt. So finden auch Sie ganz einfach den Einstieg in diesen Gesundheitssport. In Gesellschaft ist Wandern am schönsten. In fast allen Städten gibt es Wandervereine. Wenn Sie sich solchen Gruppe (z.B. der SGV-Ab-teilung Dortmund-Aplerbeck) anschließen, fallen Ihnen mit Sicherheit Ihre ersten Wanderungen leichter. Wenn Sie in der freien Natur unterwegs sind, werden Sie schnell den ersten Vorteil des Wanderns erle­ben: die Stille. Am Anfang wird Sie das vielleicht noch irritieren. Aber mit der Zeit werden Sie es genießen, dem Lärm Ihrer Umwelt zu entfliehen.
Ihr ganzer Körper profitiert von einer Wandertour!
Wenn Sie wandern werden Sie merken, wie es auch in Ihnen selbst ruhiger wird. Sie sagen sich los von belastenden Gedanken, bekommen den Kopf frei für neue Eindrücke und es ist Platz für die Lösung Ihrer Probleme.
• Sie trainieren intensiv Ihr Herz­Kreislauf-System.
•Ihre Cholesterinwerte verbessern sich. Das schädliche LDL-Cholesterin wird abgebaut, gutes HDL dagegen aufgebaut.
•Die Zuckerverbrennung in Ihren Zellen steigt. Der Zucker muss ersetzt werden - das geschieht durch Fett. So bauen sie gleichzeitig Fett ab und Muskeln auf. Ihr Hüftgold schmilzt, das Risiko für Altersdiabetes wird verringert.
•Durch regelmäßiges Wandern nimmt der Sauerstoffgehalt Ihres Blutes zu. Mit jedem Schlag Ihres Herzens transportieren Sie mehr Sauerstoff durch den Körper und in Ihr Gehirn. So steigern Sie Ihre geistige Leistungsfähigkeit.
•Die Durchblutung Ihrer Lunge verbessert sich. Ihre Atemfähigkeit steigt.
•Durch den verbesserten Blutfluss können Sie zu hohen Blutdruck senken.
•Wandern wirkt sich positiv auf Stoffwechselstörungen aus. Ihre Organe werden durch die Bewegung aktiviert. Durch das Schwitzen geben Sie Schadstoffe nach außen ab.
Ohne Wanderschuhe sollten Sie nicht auf Tour gehen
Einige kleine Vorbereitungen gehören zu einer Wandertour dazu. Beson-ders wichtig, wenn Sie zum ersten Mal wandern: die richtigen Schuhe. Kurze Strecken - vielleicht den Sonntagsspaziergang zur Einstimmung auf eine richtige Tour - können Sie noch in Turnschuhen zurücklegen. Aber wenn Sie das erste Mal eine Halbtages- oder Tagestour absolvieren, brauchen Sie stabiles Schuhwerk mit einer rutschfesten Sohle.

Ihre Schuhe
und die Wanderstrecke müssen
zusammenpassen

Damit Sie sich beim Wandern wohlfühlen, brauchen Sie einen passenden Schuh. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, werden Wanderschuhe in vier Kategorien eingeteilt.
Kategorie A: Schuhe für das Mittelgebirge und für leichte Wanderun-gen. Sie sind sehr weich, haben einen hohen Tragekomfort, sind aber nicht sehr stabil.
Kategorie B: Schuhe fürs Bergwandern. Sie haben einen hohen Schaft, sind eher fest und geben guten Halt.
Kategorie C: Schuhe für Hochlagen, mit denen Sie auch einmal ein Schneefeld durchwandern können. Sie haben neben einem hohen Schaft eine feste Sohle und sind aus Leder und daher schwerer.
Kategorie D: Schuhe für das Hochgebirge. Sie haben einen hohen Schaft und eine steife Sohle, die sich kaum bewegen lässt. Insgesamt sind die Schuhe sehr schwer.
So finden Sie den richtigen Schuh:
Gehen Sie in ein Geschäft, in dem Sie kompetent beraten werden. Es sollte auch über einen kleinen „Wander­parcours" verfügen. Dieser besteht meist aus einem Mini-Gefälle, Holz, auf dem Sie die Griffigkeit und Stand­festigkeit überprüfen können, und ein paar Metern steinernem Weg - hier können Sie testen, ob die ausgewählten Schuhe Ihnen auch richtig passen.

Für welche Touren eignet sich welches Schuhmaterial?
Material
Vorteil
Nachteil
Goretex
sehr leicht, atmungsaktiv, wasserdicht, sehr flexibel
nicht für Touren im Hochgebirge geeignet
Leder
wasserfest, strapazierfähig, hoch gebirgstauglich
nicht atmungsaktiv, sehr schwer, kaum flexibel
Nylon-
gewebe
eicht, flexibel, geeignet für leichte Wanderungen bei gutem Wetter
wasserdurchlässig, kaum
beanspruchbar
Lassen Sie sich auf jeden Fall von einem Verkäufer beraten. Ihre Auswahl hängt davon ab, wie häufig, wie lange und unter welchen Bedingungen Sie den Schuh tragen wollen.

Wanderschuhe sollten Sie immer nachmittags anprobieren, wenn Ihre Füße angeschwollen sind. Ziehen Sie für die Anprobe Wandersocken an. Die Schuhe sollten an der Ferse fest sitzen, IhreZehen sollten sich dagegen be­wegen können. Probieren Sie auf dem Testparcours, ob Sie mit den Zehen beim Abwärtsgehen anstoßen - das darf nicht sein.
Wichtig ist auch die Frage nach dem Material. In der nebenstehenden Tabelle habe ich für Sie die jeweiligen Vor- und Nachteile des Materials auf­gelistet.
Mit Zink und Talg machen Sie Ihre Füße fit für die Wanderung
Haben Sie Ihre Schuhe gefunden, gehen Sie ein paar Geschäfte weiter in die Apotheke. Kaufen Sie sich Zink­salbe und Hirschtalg. Mit beidem cre­men Sie sich schon einige Wochen vor der eigentlichen Wanderung Ihre Füße ein. So werden sie unempfindlicher gegen Blasen und Reizungen. Zudem sollten Sie die neuen Schuhe erst ein­mal auf kurzen Spaziergängen einlaufen.
Auch die richtige Kleidung ist wichtig
Neben Schuhen brauchen Sie die richtige Kleidung: Wasserdichte Jacken sind ein Muss, falls Sie unterwegs in einen Regenschauer kommen. Zudem sollten Sie sich im Zwiebelsystem an­ziehen, also mehrere Schichten Klei­dung übereinander: T-Shirt, Bluse, Pullover, Jacke zum Beispiel. So sind Sie vor Hitze, aber auch vor Kälteein­brüchen geschützt.
Achtung, Zecken: So schützen Sie sich vor Bissen
Die Zecke ist der Feind jedes Wan­derers: Mittlerweile kann sie fast das ganze Jahr über auftreten - nach dem letzten milden Winter gab es schon im Januar die ersten Zeckenbisse. Sobald die Temperaturen über 10 °C liegen, werden Zecken aktiv. Sie sitzen im Laub, auf Gräsern, in Büschen. Wenn sie einen Menschen riechen oder auf­grund seiner Körpertemperatur wahr­nehmen, krabbeln sie auf den Pflan­zenästen nach vorne und warten da­rauf, dass sie abgestreift und so von ihrem Wirt mitgenommen werden.
Auf Ihrem Körper wandern Zecken dann an eine warme, weiche und meist auch feuchte Stelle - sie bevorzugen zum Beispiel Kniekehlen oder Achselhöhlen. Der Stich selbst ist im Allgemeinen kein Problem.
Die Tiere können aber zwei Krankheiten übertragen:
FSME: Die Hirnhautentzündung äußert sich durch Fieber, Kopfschmerzen und einen steifen Nacken. Gegen FSME schützt eine Impfung, die für die Risikogebiete (in Deutschland sind das Passau und der Schwarzwald) empfohlen wird.
Borreliose: Die von Bakterien ausgelöste Krankheit äußert sich durch eine Wanderröte, die auch mehrere Wo­chen nach dem Zeckenbiss noch auf­treten kann. Danach kommen Abge­schlagenheit, Fieber, Kopfschmerzen und Gelenkentzündungen hinzu. Im Frühstadium kann diese Krankheit sehr gut behandelt werden. Bei Borre­liose gilt: Je schneller Sie die Zecke ent­fernen (lassen), desto geringer ist die Infektionsgefahr.
Insektenspray bietet keinen guten Schutz vor Zecken. Sie sollten daher Ihre Haut mit langer Kleidung be­decken. Wenn Sie durch hohes Gras wandern, stecken Sie zusätzlich Ihre Hosenbeine in die Socken. Tragen Sie darüber hinaus einen Hut mit Schlep­pe im Nacken.
Mein persönlicher Tipp: Verteilen Sie reines Teebaumöl rund um Ihre Knöchel - das hält alle Zecken ab. Aber es darf keine Sonne an die Hautstellen kommen: Stecken Sie daher Ihre Ho­senbeine nach dem Einreiben unbedingt in die Socken.
Das sollten Sie unbedingt auf einer Wandertour dabei haben:
Wasser
Sonnencreme
Regenbekleidung
Sonnenbrille
warmer Pulli
Wanderkarte
extra T-Shirt
Nahrung
Erste-Hilfe-Set
Handy
Guten Appetit:
Lassen Sie es
sich unterwegs schmecken
Zu jeder Wanderung gehören auch aus­reichend lange Pausen. Alle zwei Stun­den sollten Sie anhalten und etwas essen. Verzichten Sie dabei auf Riegel oder Fit­nessnahrung. Hierin ist nur unnötiger Zucker enthalten. Besser sind Vollkorn­brötchen, sie liefern Ihnen wirklich En­ergie. Ein wahrer Powersnack sind Ba­nanen. Mit ihrem Magnesiumgehalt beu­gen sie Muskelkrämpfen vor. Auch klein­geschnittenes Gemüse wie Paprika, Möhren oder Gurken eignen sich gut als Zwischendurch-Mahlzeit. Bei heißem Wetter halten spezielle Brotdosen Ihren Snack frisch: In ihnen ist ein Kühlakku enthalten, den Sie vorher im Gefrier­schrank einfach „aufladen" können.
Den­ken Sie auch daran, genug zu trinken: Zwei Liter Wasser, Apfelschorle oder ungesüßter Früchtetee sind das Minimum für eine Tageswanderung.

*)Quelle:Dr. Spitzbart's GESUNDHEITS-PRAXIS, Ausgabe September 2007
(www.spitzbarts-gesundheitspraxis.de)