GESUNDHEIT UND WANDERN
- GEFAHR DURCH HITZSCHLAG-
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   Wandern in der Gruppe schützt Sie vor Gefahren !
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Quelle: Länger und gesünder leben Juli 2006

Hitze-Krankheiten
Ein Hitzschlag kann tödlich sein – mit welchen Maßnahmen Sie Leben retten

Erinnern Sie sich noch an den Sommer 2003? Wochenlang Tempera­turen um 40 °C und auch nachts keine Abkühlung. Allein in Frank­reich starben 11.000 Menschen an einem Hitzschlag — vor allem ältere. Wir wissen nicht, ob in diesem Sommer die nächste Hitzewelle droht. Doch sicherheitshalber sollten Sie die wichtigsten Schutz- und Erste-­Hilfe-Maßnahmen kennen. Besonders gefährdet sind Autofahrer, da die „Blechkisten" zu gefährlichen Glutöfen werden können.

toffwechsel und Organe funktionieren nur reibungslos, wenn die Körpertemperatur bei 37 °C konstant gehalten wird. Um dies bei hohen Außentemperaturen zu bewältigen, gibt es nur eine Lösung: Abkühlung durch Schwitzen. Aber gerade ältere und kranke Menschen haben damit Probleme — sie überhitzen leicht. In Extremfällen droht dann ein Hitz­schlag — ein gefährlicher Notfall, der sofort behandelt werden muss.

Älteren Menschen fällt das Schwitzen schwer, weil:
ihre Schweißdrüsen schlechter funktionieren,
ihr Körper 10 % weniger Wasser als in jungen Jahren enthält,
sie weniger Durst haben,
Nervenschäden (z. B. durch Diabetes oder Schlaganfall) die Wärmeregulation erschweren

Außerdem gibt es Medikamente, die den Wassergehalt des Körpers reduzieren (z. B. Diuretika) oder die Arbeit der Schweißdrüsen behindern (z. B. Psychopharmaka, Parkinson- Mittel).
„Ich trinke dann, wenn ich Durst habe". Diese Einstellung wird vielen gerade bei großer Hitze zum Verhängnis. Denn wenn Mund und Lippen trocken sind, hat Ihr Körper bereits 10 % seines Wassers verloren. Durst ist also ein Gefühl, das dem tatsächlichen Zustand des Körpers fa­talerweise hinterherhinkt und deshalb den Flüssigkeitshaushalt nur sehr grob regelt.

Sie sollten daher an Tagen mit großer Hitze mindestens 1 Liter mehr trinken als normal. Dazu reichen übrigens Tee oder Leitungswasser nicht mehr aus, sondern Sie müssen auch Mineralstoffe (Elektrolyte) „nachfüllen".
Das können Sie mit Sportler­getränken tun, aber im Prinzip reicht dazu auch ein natriumreiches Mineralwasser aus (ca. 100 bis 200 mg/l). Um Magnesiumverluste auszugleichen, besorgen Sie sich am besten entsprechende Brausetabletten aus dem Supermarkt (Tagesdosis je nach Schweißverlust: 200 bis 600 mg).

Bei Überhitzung drohen Sonnenstich und Kollaps
Kleidung, die eng anliegt, nimmt auch einem gut mit Wasser gesättig­ten Körper die Möglichkeit des ef­fektiven Schwitzens. Sie sollten des­halb auf locker sitzende Bekleidung achten. Außerdem wichtig: direkte Sonne und möglichst jede Anstrengung meiden.

 

Das sind mögliche Folgen der Überhitzung:
Muskelkrämpfe (vor allem in den Beinen)
Hitze-Kollaps
Sonnenstich
Hitzschlag.

Wie Sie bei Überhitzung richtig Erste Hilfe leisten
Bei einer Überhitzung drohen
Krämpfe, ein Sonnenstich oder Bewusstlosigkeit (Kollaps).
Anzeichen einer Überhitzung sind:
Kopfschmerz
Schwindel
Brechreiz
Maßnahmen: Suchen Sie unbedingt einen schattigen Platz, besser noch einen kühlen Raum, auf und trin­ken Sie möglichst viel (am besten Elektrolyt-Getränke).
Direkt lebensgefährlich ist ein Hitzschlag, bei dem die Wärmere­gulation des Körpers komplett durcheinander gerät. Schnell versa­gen dann Nieren, Leber oder Herz.
Anzeichen eines Hitzschlags sind:
Einstellung des Schwitzens
hohes Fieber
eingetrübtes Bewusstsein
schlafähnlicher Zustand (Sopor)
Maßnahmen: Alarmieren Sie den Notarzt. Dann sorgen Sie für eine rasche Kühlung. Bringen Sie den Pa­tienten in einen klimatisierten Raum (oder zumindest in den Schatten), entkleiden Sie ihn und lagern Sie ihn flach mit leicht erhöhten Beinen. Kühlen Sie den Körper mit feuchten Tüchern oder Eisbeuteln. Auch das kalte Abduschen in der Badewanne ist möglich. Ist der Patient bewusst­los, lagern Sie ihn in der stabilen Seitenlage (siehe unten). Kontrol­lieren Sie regelmäßig Puls und Atmung. Wenn diese aussetzen, sind Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzmassage notwendig.

 

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