toffwechsel und Organe funktionieren nur reibungslos, wenn die Körpertemperatur bei 37 °C konstant gehalten wird. Um dies bei hohen Außentemperaturen zu bewältigen, gibt es nur eine Lösung: Abkühlung durch Schwitzen. Aber gerade ältere und kranke Menschen haben damit Probleme — sie überhitzen leicht. In Extremfällen droht dann ein Hitzschlag — ein gefährlicher Notfall, der sofort behandelt werden muss.
Älteren Menschen fällt das Schwitzen schwer, weil:
ihre Schweißdrüsen schlechter funktionieren,
ihr Körper 10 % weniger Wasser als in jungen Jahren enthält,
sie weniger Durst haben,
Nervenschäden (z. B. durch Diabetes oder Schlaganfall) die Wärmeregulation erschweren
Außerdem gibt es Medikamente, die den Wassergehalt des Körpers reduzieren (z. B. Diuretika) oder die Arbeit der Schweißdrüsen behindern (z. B. Psychopharmaka, Parkinson- Mittel).
„Ich trinke dann, wenn ich Durst habe". Diese Einstellung wird vielen gerade bei großer Hitze zum Verhängnis. Denn wenn Mund und Lippen trocken sind, hat Ihr Körper bereits 10 % seines Wassers verloren. Durst ist also ein Gefühl, das dem tatsächlichen Zustand des Körpers fatalerweise hinterherhinkt und deshalb den Flüssigkeitshaushalt nur sehr grob regelt.
Sie sollten daher an Tagen mit großer Hitze mindestens 1 Liter mehr trinken als normal. Dazu reichen übrigens Tee oder Leitungswasser nicht mehr aus, sondern Sie müssen auch Mineralstoffe (Elektrolyte) „nachfüllen".
Das können Sie mit Sportlergetränken tun, aber im Prinzip reicht dazu auch ein natriumreiches Mineralwasser aus (ca. 100 bis 200 mg/l). Um Magnesiumverluste auszugleichen, besorgen Sie sich am besten entsprechende Brausetabletten aus dem Supermarkt (Tagesdosis je nach Schweißverlust: 200 bis 600 mg).
Bei Überhitzung drohen Sonnenstich und Kollaps
Kleidung, die eng anliegt, nimmt auch einem gut mit Wasser gesättigten Körper die Möglichkeit des effektiven Schwitzens. Sie sollten deshalb auf locker sitzende Bekleidung achten. Außerdem wichtig: direkte Sonne und möglichst jede Anstrengung meiden. |
Das sind mögliche Folgen der Überhitzung:
Muskelkrämpfe (vor allem in den Beinen)
Hitze-Kollaps
Sonnenstich
Hitzschlag.
Wie Sie bei Überhitzung richtig Erste Hilfe leisten
Bei einer Überhitzung drohen
Krämpfe, ein Sonnenstich oder Bewusstlosigkeit (Kollaps).
Anzeichen einer Überhitzung sind:
Kopfschmerz
Schwindel
Brechreiz
Maßnahmen: Suchen Sie unbedingt einen schattigen Platz, besser noch einen kühlen Raum, auf und trinken Sie möglichst viel (am besten Elektrolyt-Getränke).
Direkt lebensgefährlich ist ein Hitzschlag, bei dem die Wärmeregulation des Körpers komplett durcheinander gerät. Schnell versagen dann Nieren, Leber oder Herz.
Anzeichen eines Hitzschlags sind:
Einstellung des Schwitzens
hohes Fieber
eingetrübtes Bewusstsein
schlafähnlicher Zustand (Sopor)
Maßnahmen: Alarmieren Sie den Notarzt. Dann sorgen Sie für eine rasche Kühlung. Bringen Sie den Patienten in einen klimatisierten Raum (oder zumindest in den Schatten), entkleiden Sie ihn und lagern Sie ihn flach mit leicht erhöhten Beinen. Kühlen Sie den Körper mit feuchten Tüchern oder Eisbeuteln. Auch das kalte Abduschen in der Badewanne ist möglich. Ist der Patient bewusstlos, lagern Sie ihn in der stabilen Seitenlage (siehe unten). Kontrollieren Sie regelmäßig Puls und Atmung. Wenn diese aussetzen, sind Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzmassage notwendig.
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