GESUNDHEIT UND WANDERN
- GEFAHR DURCH BLITZSCHLAG-
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   Wandern in der Gruppe schützt Sie vor Gefahren !
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Verhalten bei Gewitter
Die Gefahr bei Gewitter von einem Blitz getroffen zu werden, ist relativ gering.
Statistisch gesehen sterben in Deutschland jährlich nur etwa 5 bis 10 Menschen durch Blitzeinwirkung. Um dieses Risiko komplett auszuschließen, sind einige Maßnahmen zu treffen.
Gefährliche Orte im Freien sind einzelne Bäume und Baumgruppen, Hügel, Aussichtstürme, Masten, Metallzäune oder Gitter. Ist anhand der Wetterlage mit einem Gewitter zu rechnen, sollte der Aufenthalt im Freien gemieden werden. Gebäude mit Blitzschutz und Fahrzeuge mit Metallkarosserie bieten Schutz. Hat man keine Möglichkeit für einen Unterschlupf, dann sollte man einen möglichst tiefen Punkt im Gelände aufsuchen. Dort sollte man sich mit zusammengezogenen Füßen hinhocken.

essen der Entfernung eines Gewitters
Als erstes ermittelt man die Anzahl der Sekunden zwischen Blitz und Donner (nicht umgekehrt). Die Schallgeschwindigkeit bei 20 °C Lufttemperatur beträgt 343 m/s (Meter pro Sekunde). Entfernung in Meter = Anzahl Sekunden x 343 m/s

Wie entsteht ein Blitz:
Liegt die Feldstärke zwischen Gewitterwolke und Erdoberfläche bei über 300 kV/m, bewegt sich ein Paket negativer Ladungen von der Wolke zur Erde. Dabei wird die Luft an einem wenigen Zentimeter breiten Kanal ionisiert. Kommt das Paket in die Nähe des Bodens, schießte ein Lichtbogen (der Blitz) entlang dem ionisierten Kanal zum Himmel. Dabei werden die Ladungen zwischen Wolke und Erdboden ausgeglichen. Um die Einschlagstelle breitet sich der Blitzstrom im Boden in alle Richtungen aus (mindestens 20 m).

Was kann man bei einem Gewitter im Freien tun?
In freier Natur gibt es zwei Gefahren:
A. Man ist selbst der höchste Punkt der Umgebung und kann direkt vom Blitz getroffen werden.
B. Der Blitz schlägt in unmittelbarer Nähe eines Menschen ein und wirkt indirekt auf ihn ein, weil sich der Strom im Boden in alle Richtungen ausbreitet und einen sogenannten Spannungstrichter verursacht. Dabei ist eine hohe Schrittspannung zwischen den Füßen noch 20 Meter von der Einschlagstelle entfernt möglich. Diese Schrittspannung kann einen gefährlich hohen Strom durch den Körper treiben. Man wird dabei in der Regel nicht getötet, erleidet aber zumindest Verbrennungen oder auch vorübergehende Lähmungen. Diese Gefahr wird wesentlich geringer, wenn man - möglichst in einer nicht vom Regen überschwemmten Bodenmulde - in die Hocke geht, die Arme um die Beine schlingt und vor allem die Füße dicht nebeneinander setzt, so dass die Schrittspannung so gering wie möglich bleibt.
Man soll sich keinesfalls flach auf den Boden legen, weil durch die größere Berührungsfläche ein wesentlich höherer Teil des Blitzstromes durch den Körper fließen kann.-Kühe, Pferde und ähnlich große Vierbeiner sind bei indirektem Blitzschlag noch wesentlich stärker gefährdet als Menschen, da sie einen viel größeren Spannungsunterschied zwischen Vorder- und Hinterbeinen überbrücken.Deshalb und wegen der besonderen Gefahr des Direkteinschlages wird Reitern dringend empfohlen, bei herannahenden Gewittern abzusitzen und einen blitzgeschützten Ort aufzusuchen.



Gefährliche Stellen, die man bei Gewitter auf jeden Fall vermeiden sollte, sind:

Waldränder mit hohen Bäumen, Hügel- oder Dünenspitzen
Metallzäune (sie können ohne ausreichende Erdung den Strom hundert Meter und weiter leiten) alleinstehende Bäume, vor allem mit weit herausragenden Ästen. Ein Gewitter ist gefährlich nah, wenn die Zeitspanne zwischen Blitz und Donner weniger als zehn Sekunden beträgt. Man sollte dann versuchen, Zuflucht zu finden im Auto, in einem Gebäude (am besten mit Blitzschutzanlage), in einem Wald (wobei der Abstand zu Baumstämmen und niedrigen Ästen größtmöglich, mindestens jedoch drei Meter sein sollte) Zieht ein Gewitter so überraschend auf, dass man keine geeignete Zuflucht mehr finden kann und der Donner dem Blitz in weniger als fünf Sekunden folgt, bleibt nur noch, sich in der Hocke auf den Boden zu kauern. Ist man in einer Gruppe unterwegs, muss man mindestens drei bis fünf Meter Abstand voneinander halten. Häufigstes Fehlverhalten:

  • Laufen oder sich flach auf den Boden legen
  • Aufenthalt am Waldrand oder unter einzelnen Bäumen
  • zu geringer Abstand voneinander
  • Berühren von metallenen Gegenständen
  • Eine weitere Gefahrenquelle ist Metall, denn es ist ein exzellenter Stromleiter. Verpacken Sie deshalb alle metallenen Gegenstände wie Uhren oder Münzen und legen Sie diese möglichst weit entfernt von sich ab. Auch von Ihrem Fahrrad sollten Sie sich entfernen, als sicher gilt eine Distanz von 100 Metern. Bitte denken Sie daran, dass auch viele Regenschirme Metallanteile enthalten. Und bleiben Sie weg von Hochspannungsmasten, denn sie sind das erste Ziel für Blitze.

Der größte Teil aller Blitzunfälle ereignet sich außerhalb von Gebäuden. In Häusern, vor allem wenn Sie mit einem Blitzschutz versehen sind, können Sie sich also sicher fühlen.
Dennoch sollten Sie bei Gewitter nicht baden, duschen oder Geschirr spülen. Denn falls eine oberirdisch verlegte Wasserleitung in Ihrer Nähe vom Blitz getroffen wird, ist es möglich, dass das Wasser den Strom bis ins Haus weiterleitet.