Lebendige Tradition ist das Rückgrat der Wandervereine !

Fulda Stadtschloss

Vorstand hält die Wimpel hoch!

Wanderjugend belebt die Tradition!

Tänzerinnen sorgen für Schwung!

 

it insgesamt 38 Wander- freundinnen und Wanderfreunden fuhren wir montags mit dem Bus um 9.30 Uhr von Aplerbeck ab und be-zogen unsere Zimmer um 14.00 Uhr im Parkhotel „Kolpinghaus“ in Fulda. Nach einer kleinen Erho-lungspause trafen wir uns zur ersten Erkundung von Fulda.

Am nächsten Tag fuhr eine Gruppe nach Johannesberg und wanderte mit dem Rhönclub 15 km durch die Fuldaauen nach Niesig. Eine zweite Gruppe besichtigte das Stadtschloss, den angrenzenden Schlossgarten und die Orangerie. Wir konnten auch den Schlossturm besteigen und hatten von oben einen wunderschönen Rundblick über Fulda und Umge-bung. Anschließend wanderten wir noch durch die Altstadt und den Schlosspark.

Am Mittwoch fuhren wir zur 950 m hohen Wasserkuppe, der höchsten Erhebung der Rhön. Der Berg hatte seinen Namen bekommen, weil stolze 30 Flüsse und Bäche dem Massiv entspringen, darunter auch die fünf Fuldaquellen.

Die Wasserkuppe ist ein Flieger-zentrum: In der schönen offenen Landschaft der Kuppenrhön konnten wir  den Segel- und Modellfliegern sowie einer Drachen- und Gleit-schirmflieger Schule zusehen. Wir wanderten zum Fliegerdenkmal um auch das Segelflugmuseum zu besichtigen. Dort waren Segelflug-zeuge, angefangen von der Zeit des Pioniers Otto Lilienthals bis in die heutige Zeit ausgestellt.-

Anschließend fuhren wir über die Hochrhönstrasse weiter zum Kreuzberg (Frankens heiligem Berg) in der bayerischen Rhön. Unser einheimischer Busfahrer erklärte uns die einzelnen Orte, die Landschaft und die Besonderheiten der Rhön.

Während einer kleinen Wanderung zu den drei Kreuzen auf dem Kreuz-berg setzte ein starker Gewitterregen ein, aber wir konnten noch recht-zeitig zur Mittagspause im Kloster Kreuzberg einkehren. Nach der Fahrt durch die hessische und bayerische Rhön hatten wir viel von der Rhön gesehen.
Der Dichter Herbert Seiler schrieb vor 50 Jahren:
„Land der offenen Fernen, groß und einfach, karg ist deine Erde.
Früh wird Winter, deine Berge stehen offen allem Wetter, und die Wälder reichen nur bis an ihr Knie!“

 

 

Verstehen wird dies Gedicht, wer die Fernsicht auf einem der Rhöngipfel genießt, den Blick über Moore, Wäldchen und Vulkangestein schweifen lässt. -
Tags darauf machte die Wander-gruppe eine vom Rhönclub geführte 17 km Wanderung von Weyhers zum Lausbub der Rhön (dem Wacht-küppel) mit, die andere Gruppe erfuhr bei einer weiteren Stadtführung durch Fulda viel über die Barockstadt und ihre Gebäude (z.B.den Dom, das alten Rathaus, die Michaelskirche.). Nach der Mittags-pause machten wir noch eine kleine Wanderung durch die Fuldaauen zur alten Wassermühle. Gegen 17:00 Uhr sahen wir dem Empfang der Wimpelgruppe aus Saarlouis zu.
Auf der Festmeile (zum 108. d. Wandertag) am Paulustor war viel Betrieb. Es waren inzwischen viele Wandergruppen aus ganz Deutsch-land in Fulda, wir trafen dort auch einige Dortmunder Wanderfreunde aus den Abteilungen Wickede-Asseln und Holzen.

Freitags wanderte ein Teil unserer Gruppe zu Hessens höchstem Dorf Dalherdader der Rest sah sich Fulda an und nahm nachmittags auf dem Domplatz am Singen mit Gotthilf Fischer teil. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und wurde bei sehr gutem Wetter von den Teil­nehmern mit Begeisterung angenommen.

Am nächsten Tag besuchten wir ein Konzert des Bergsteigerchores Dresden zusammen mit dem Chor der Bergfreunde Schmalkalden. Alle Teilnehmer waren beeindruckt von den beiden stimmgewaltigen Männerchören, die einzeln, aber auch gemeinsam (mit ca. 100 Stimmen) Berg- und Wanderlieder sangen. Beim Abendessen konnten wir Ursula u. Karl-HeinzWesler, Elisabeth Pannwitz und Friedhelm Heuner begrüßen, die nachmittags angereist waren.

Am Sonntag trafen wir uns mittags zur Aufstellung für den Festumzug. Bei sehr schönem, sonnigen Wetter hatten sich ca. 30.000 Menschen in Fulda eingefunden, um am Umzug teilzunehmen oder als Zuschauer dabei zu sein. Es war ein sehr langer Festzug mit vielen Gruppen aus ganz Deutschland. Unsere Gruppe wurde durch unsere erstmals getragenen grünen Halstücher sehr gut als zusammengehörende Wandergruppe erkannt.







Montags fuhren wir zur Schlusskundgebung zum „Point Alpha“ nach Rasdorf.- Die Gedenkstätte am „Haus auf der Grenze“ auf der ehemals deutsch-deutschen Grenze, gab der Schluss-kundgebung einen ganz besonderen Rahmen. Die Redner und Redne-rinnen gedachten teilweise in sehr emotional gehaltenen Reden der Wiedervereinigung Deutschlands und hier insbesondere der Wiederver-einigung der Rhönbevölkerung im Ost- und Westteil der Rhön. Das Haus auf der Grenze steht mitten auf dem frü­heren „Todesstreifen“ zwischen dem hessischen Ort Rasdorf und dem thüringischen Geisa. Als Mahnmal deutscher Ge-schichte wurde das Museum am 50. Jahrestag des Volksaufstandes am 17.Juni 2003 eröffnet. Das Museum erinnert an dieses Ereignis und präsentiert in beeindruckender Weise Originalexponate aus der DDR-Zeit. Mitten durch das Gelände verläuft die alte Panzerstrasse, die als „Mustergrenze“ zu dem etwa 1 km entfernten ehemaligen US-Militär-stützpunkt „Point Alpha“ führt. - 40 Jahre lang standen sich dort Soldaten der US-Truppen und der DDR-Volksarmee gegenüber. Der friedliche Blick vom Beobachtungs-turm steht im krassen Widerspruch zu dessen einstiger Aufgabe.


So endete der 108. deutsche Wandertag und das gleichzeitig gefeierte 125- jährige Jubiläum des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine an einem würdigen Ort, der jetzt wieder mitten in Deutschland liegt.

Im Parkhotel „Kolpinghaus“ haben ein gutes Hotel gefunden, in dem wir komfortable Zimmer und besonders gute Verpflegung erhielten. Der Bier-garten am Hotel wurde bei gutem Wetter von unserer Gruppe gern genutzt. Auch die wichtigen Fußball-spiele der EM haben wir in einem separaten Raum auf einer Großlein-wand gesehen.

Wir haben eine schöne, interessante Woche in Fulda und der umgebenden Rhön erlebt.

Elke Becker

2. Vorsitzende der
SGV-Abteilung Dortmund Aplerbeck